Sebastian und Jenny betreiben das Magazin 22places, was wir dir bereits in unseren Online-Fundstücken vorgestellt haben. Als leidenschaftliche Hobby-Fotografen entdecken die zwei auch immer mal wieder ganz besondere Foto-Locations. Weil Reisen und Fotografieren so fest zusammen gehört wie Erni und Bert, hat Sebastian 10 Tipps zur richtigen Planung für Reisefotografen zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen!

Gastartikel von Sebastian – 22places

10 Tipps zur richtigen Planung für Reisefotografen22places Reiseblogger Team
Vor einer jeden Reise steht die Reiseplanung auf dem Programm, die vor allem für Reisefotografen immer wieder zur Herausforderung wird. Welche Objektive nehme ich mit? Welches Zubehör für meine Kamera brauche ich? Wo finde ich die schönsten
Orte zum Fotografieren an meinem Urlaubsort? Was muss ich in meinem Reiseland beach
ten? Um dir die Reisevorbereitung zu erleichtern, habe ich dir 10 Tipps zusammen gestellt.

#1 Systemkamera statt Spiegelreflexkamera

Die meisten Hobbyfotografen sind mit einer Spiegelreflexkamera unterwegs, die oft sehr groß und schwer ist. Dabei ist das gar nicht unbedingt notwendig. Moderne Systemkameras sind von der Abbildungsleistung einer Spiegelreflexkamera wirklich ebenbürtig. Sie können ebenfalls mit verschiedenen Objektiven betrieben werden, sind aber wesentlich kleiner und leichter.

Gerade wenn du die Kamera den ganzen Tag mit dir rumträgst, macht sich der Gewichtsunterschied sehr deutlich bemerkbar.

#2 Festbrennweite statt großes Zoomobjektiv

Auch das Objektiv macht einen großen Teil des Gewichts deiner Kamera aus und sorgt für einen schweren Arm am Ende eines jeden Reisetages. Ich nutze mittlerweile sehr oft ein FestbrennweitenobjektivFestbrennweiten sind klein und leicht, unheimlich lichtstark und in der Einsteigerversion auch gar nicht teuer. Außerdem schult es dein fotografisches Auge und es macht einfach Spaß, damit zu fotografieren.

Für Landschafts- oder Tierfotografie ist es natürlich weniger geeignet. Bei Städtereisen nehme ich mittlerweile nur noch eine Festbrennweite mit.

Reisefotograf Tipps Urlaub

#3 Eine Fototasche, die mehr ist als eine Fototasche

Suche dir eine Fototasche, die nicht nach Fototasche aussieht. Auf diese Weise ziehst du weniger Aufmerksamkeit auf dich und deine Ausrüstung, was in einigen Regionen sicher von Vorteil ist. Außerdem kannst du in solche Taschen meist noch mehr einpacken, als nur deine Kamera. Ich reise z. B. auf Kurzreisen nur mit Handgepäck und habe dann alle meine Sachen in meiner Foto-Umhängetasche.

#4 Ersatzakkus als Lebensretter

Die Batterieanzeige an der Kamera fängt oft im ungünstigsten Moment an zu blinken. Nämlich dann, wenn man die Kamera gerade nicht aufladen kann, weil man unterwegs ist. Deshalb solltest du immer einen geladenen Ersatzakku dabei haben um im Fall der Fälle schnell reagieren zu können.

#5 Der richtige Speicher für deine Bilder

Auch das sichere Speichern deiner Fotos ist ein wichtiger Teil, den du dir vor deiner Reise überlegen solltest. Ich empfehle immer, nicht zu große Speicherkarten zu verwenden. Sollte mal eine Karte kaputt oder verloren gehen, ist der Schaden nicht ganz so groß, wenn dort nur 8 GB statt 64 GB an Fotos drauf waren.

Bei längeren Reisen verwende ich immer einen zweiten Speicher, entweder eine externe Festplatte oder noch besser: Die Cloud. Wenn du deine Bilder z. B. bei Google Drive oder in einer Dropbox ablegst, sind sie auf jeden Fall sicher. Das geht aber nur, wenn du auch eine gute Internetverbindung an deinem Reiseziel hast.

#6 Reinige deine Kamera vor der Reise

Nichts ist ärgerlicher, als wenn man beim Betrachten der Urlaubsbilder feststellt, dass auf jedem Foto ein schwarzer Fleck ist. Hätte man nur vorher die Kamera reinigen lassen. Ja, das hätte man besser. Deshalb solltest du vor jeder Reise prüfen, ob deine Kamera schwarze Flecken produziert und deine Kamera einer Sensorreinigung unterziehen. Das kannst du in den meisten Fotogeschäften machen lassen und hast hinterher keinen Ärger.

Auch auf Reisen solltest du einige Reinigungsutensilien dabei haben: Putztücher und ein Blasebalg helfen, kleine Unreinheiten schnell zu beseitigen.

#7 Suche schon vor der Reise nach spannenden Motiven

Am meisten Spaß macht es natürlich, selbst auf Entdeckungstour zu gehen und nach spannenden Motiven Ausschau zu halten. Dennoch schadet auch etwas Recherche im Vorfeld nicht. Hol dir Inspirationen in Bildbänden, auf den Blogs anderer Reisender oder schaue in den Fotolocation-Guide bei 22places.

#8 Recherchiere die blaue Stunde

Das schönste Licht hat man in der Regel zur blauen Stunde, morgens und abends. Der Dämmerungsrechner ist ein nettes, kleines Tool, mit dem du für jeden Ort der Welt die Uhrzeit für die blaue Stunde berechnen kannst. Früh aufstehen musst du allerdings selbst. Reisefotografietipps

#9 Informiere dich über die Menschen

Menschen sind natürlich immer interessante Fotomotive. Dennoch solltest du Einheimische niemals ungefragt ablichten oder ihnen gar aufdringlich eine Kamera vor das Gesicht halten. Informiere dich also immer vorab, wie die Menschen in einem Land grundsätzlich auf Kameras reagieren. In manchen Kulturen sind Fotos wirklich problematisch, was du als Reisender auf jeden Fall respektieren solltest.

Trotz aller Vorrecherche gilt: Frag immer vorher, wenn du ein Bild von einer Person machen möchtest. Ein kleines Nicken oder Lächeln reicht meistens schon, um sich bemerkbar zu machen.

#10 Kamera immer ins Handgepäck

Der letzte Punkt sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ich habe aber schon häufiger Geschichten von Reisenden gehört, die ihre Kamera am Flughafen im Koffer aufgegeben haben und damit nicht so gute Erfahrungen gemacht haben. Also: Die Kamera immer mit ins Handgepäck nehmen, dann gibt es keine bösen Überraschungen.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Tipps etwas dabei helfen, stressfrei die nächste Reise anzugehen. Dann wünsche ich dir eine gute Reise und viele tolle Fotoimpressionen. Hast du auch einen tollen Tipp für die Reisevorbereitung? Hinterlasse einfach einen Kommentar. Ich bin gespannt auf deine Anregungen.