Flugreisen sind etwas Besonderes – auch dann, wenn man sie schon oft erlebt hat. Einige Stunden lang haben Sie das Gefühl, von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Die Zeit scheint stillzustehen und alles ist ruhig und bequem, während sich die Betriebsamkeit am Boden fortsetzt..

Im Weltall nimmt dieses Gefühl noch zu, und angesichts all der Berichte über LightSail, New Horizons und kommerzielle Weltraumflüge ist es nicht erstaunlich, dass uns Astrophysiker wieder einmal in ihren Bann gezogen haben. Im Zuge dieser Entwicklungen beschloss Air Charter Service, einige führende Forscher und wissenschaftliche Einrichtungen im Vereinigten Königreich zu fragen, welche Bilder für sie am inspirierendsten waren und uns den Grund dafür zu nennen.

Apollo erste Aufnahme Weltraum

Mit freundlicher Genehmigung durch Gemma Lavender von All about Space

Dieses atemberaubende Bild der Erde entstand während der Apollo-8-Mission, der ersten bemannten Mondumkreisung. Das Foto, das vom ehemaligen NASA-Astronauten William Anders am Heiligen Abend 1968 aufgenommen wurde, ist unter dem Namen „Earthrise“ bekannt. Anders machte die erste Farbaufnahme der Erde von der Mondumlaufbahn, wobei man die Antarktis auf der 10-Uhr-Position sieht und der Äquator Richtung Westen zur rechten oberen Ecke verläuft. Außerdem ist erkennbar, wie sich die Trennlinie zwischen Tag und Nacht, der Terminator, über den afrikanischen Kontinent zieht.

Earthrise, vom Fotografen Galen Rowell als „das einflussreichste Umweltfoto überhaupt“ bezeichnet, wurde mit einer modifizierten Hasselblad-Kamera aufgenommen, in die ein spezieller, vom Technologieunternehmen Kodak entwickelter 70-mm-Film eingelegt war.

Weltall Philae Komet

Mit freundlicher Genehmigung von Karen Rogers von Satellite Applications Catapult

Satellite Applications Catapult wurde im Mai 2013 als unabhängiges Innovations- und Technologieunternehmen gegründet. Das Unternehmen sollte das Wirtschaftswachstum durch die Weltraumnutzung fördern, andere dazu inspirieren, mithilfe von Satellitentechnologien Innovationen vorzunehmen, und die Entwicklung neuer Produkte und Services unterstützen.

Philae ist eine Raumsonde von der Größe einer Waschmaschine, die 2004 gestartet wurde und auf einem Kometen landen sollte, um die Zusammensetzung seiner Oberfläche zu analysieren. Die Sonde setzte zwar Ende 2014 auf dem Kometen auf, war aber eine Weile inaktiv, nachdem sie vom Kometen abfederte und dann an einem schattigen Platz landete, wo das Sonnenlicht für ihre Solarkollektoren nicht ausreichte. Als sie sich schließlich sieben Monate später wieder meldete, sandte sie der Missionsleitung eine Nachricht. Dieses Bild entstand kurz bevor erneut ein Signal von Philae empfangen wurde. Philae ist in diesem Bild laut herrschender Meinung rechts oben auf dem Kometen zu sehen.

Synthetic Aperture Radar (SAR)

Mit freundlicher Genehmigung von Siân Cleaver von WISE

Siân Cleaver ist Mitglied des WISE Young Women’s Board und Mission Systems Engineer für Airbus Defence and Space im Vereinigten Königreich. Derzeit arbeitet sie im Future Programmes Team und hilft mit, neue Weltraummissionen zu konzipieren und zu entwickeln.

Dieses Bild des Sambesi-Flusses in Sambia entstand durch die Überlagerung unterschiedlich gefärbter Radarbilder vom März, September und Dezember 2011. Durch die Kombination der drei Bilder erkennt man, wie sich die Überschwemmungsebene im Laufe der Jahreszeiten ändert.

Die Bilder des Synthetic Aperture Radar (SAR) wurden von Europas Envisat-Satelliten aufgenommen, der bis 2012 zehn Jahre lang in Betrieb war. Ein SAR-Bild entsteht durch das kohärente Zusammenfügen komplexer Echosignale, die mittels Radarabtastung der Erdoberfläche über einen gewissen Zeitraum hinweg empfangen werden. Die dabei angefertigten Bilder haben eine viel höhere räumliche Auflösung als Bilder, die mit herkömmlichen Radarmethoden erstellt werden.

Steve Bowen Internationale Raumstation

Mit freundlicher Genehmigung von Chris Bramely vom Sky at Night Magazine

In diesem Bild, das von der Internationalen Raumstation mit einer Nikon DSLR-Kamera aufgenommen wurde, wirkt der Astronaut aufgrund der riesigen Sonnenstrahlen und der Trägerstrukturen um ihn herum zwergenhaft. Missionsspezialist Steve Bowen führt routinemäßige Wartungsarbeiten durch. Er schmiert die Verbindungsstücke und Lager, die es ermöglichen, dass die gelben Solarkollektoren sich drehen und der Sonne folgen. Für diese Arbeit benötigten er und ein weiterer Astronaut fast sieben Stunden. Der britische Astronaut Tim Peake startete im Dezember eine sechsmonatige Mission zur Internationalen Raumstation. Dort wird er die wichtigen Forschungsarbeiten dazu fortführen, welche Auswirkungen Schwerelosigkeit hat und wie Menschen im lebensfeindlichen Weltraum besser bestehen können.“ Chris Bramley, Redakteur, BBC Sky at Night Magazine

Diese Bilder sind eine echte Inspiration für uns alle. Zwar können wir (noch) keinen Privatjet mieten, der uns in den Weltraum bringt, aber das heißt nicht, dass wir uns mit diesen Bildern nicht für ein paar Minuten in die unendlichen Weiten des Alls träumen können..

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Air Charter Service entstanden.